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Erik Riss ist neben den AC Landshut De-

vils auch für die Edinburgh Monarchs in

der Premier League unterwegs. Bei den

bisherigen Rennen hat Erik 137 Punkte

erzielt, der Average liegt bei 6,11 (Heim

7,02; auswärts 5,1). Die Monarchs liegen

in der Premier League Tabelle derzeit in

Führung, knapp vor Somerset.

Wir wollten es etwas genauer wissen,

wie man sich als deutscher Fahrer in der

englischen Liga fühlt.

Erik, wie geht es Dir auf der Insel?

Mir gefällt es sehr gut in Edinburgh. Sehr

nette Leute und eine schöne Stadt.

Ich wohne dort nur 5 Minuten vom

Strand entfernt. Man kann also auch

was Schönes unternehmen, wenn man

mal keine Rennen hat.

Der Club ist sehr familiär, was mir per-

sönlich sehr gut gefällt. Die Fans stehen

immer hinter einem, was mir auch in der

schwierigen Anfangsphase sehr gehol-

fen hat.

Wie bist Du bei den Edinburgh Monarchs

aufgenommen worden? War es hilfreich,

dass es mit Kevin Wölbert einen deut-

schen Teamkollegen gibt?

Ja, es ist natürlich gut, dass Kevin im sel-

ben Team fährt. Mein Englisch ist zwar

nicht schlecht, aber es ist dann doch

noch einfacher, sich über das Fahren an

sich mit jemandem zu verständigen, der

dieselbe Muttersprache spricht.

Wie bist Du in UK hinsichtlich der Logis-

tik aufgestellt? Hast Du dort einen eige-

nen Mechaniker, bekommst Du einen

von der Mannschaft gestellt, oder mußt

Du Dir den aus Deutschland mitbringen?

Ich habe dort einen Mechaniker. Bezah-

len muss ich den selber.

Wie stellen sich Dir die Unterschiede

zwischen der deutschen Bundesliga und

der britischen Premier League dar? Ins-

besondere interessiert uns hier die Leis-

tungsdichte der Fahrer.

Ich glaube, die Premier League wird von

vielen Leuten unterschätzt. Das Niveau

ist extrem hoch. Alleine in meinem Team

hätten vier Fahrer das Zeug, um in der

Elite League zu fahren, denn die Premier

League ist ja so gesehen „nur“ die zweite

Liga in UK.

Viele Fahrer, die in der Premier League

fahren, fahren auch in der Elite League.

Aber das ist gut, nur so kann ich mich

mit besseren Fahrern messen und mich

selbst steigern.

Und wie sieht es mit den Bahnen und

den Bahnverhältnissen aus?

Als ich das erste Mal in Edinburgh ge-

fahren bin, kam ich gar nicht klar. Die

Bahn ist extrem eng und manchmal

auch extrem griffig im Vergleich zu den

deutschen Bahnen. Mit der Zeit kam ich

jedoch immer besser klar. Es ist halt al-

les ziemlich gewöhnungsbedürftig, und

manche Bahnen sind in einem Zustand,

wie man sie in Deutschland nicht auffin-

den würde.

Du bist ja amtierender Langbahn-Welt-

meister, aber in diesem Jahr auch ver-

stärkt im Speedway aktiv. Heißt das, dass

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